Kategorien: Nicht kategorisiertSende Feedback » •Das Great Barrier Reef ist das größte zusammenhängende Riff der Welt und erstreckt sich von der Nordspitze Australiens bis fast zur Mitte der Ostküste. Viele Taucher und Schnorchler träumen davon, einmal hier auf Entdeckungstour zu gehen, um die Schönheit dieses faszinierenden Riffs selbst zu erleben.
Am besten kann man eine Tauch- oder Schnorcheltour von Cairns aus starten, wo das Riff im tropisch-warmen Wasser besonders üppig ausgeprägt ist und die unterschiedlichsten Tauchschulen und Tourenanbieter vertreten sind.
Wer noch nie getaucht ist und einen Tauchschein machen möchte, sollte erst einmal ein Schnuppertauchen für einen Tag ausprobieren. Nicht jeder kommt mit den physischen Anforderungen des Tauchens klar, und wenn man einen Tauchschein machen will, muss man zunächst einen ärztlichen Tauglichkeitstest bestehen. Die meisten Tauchschulen bieten für den niedrigsten Rang des Tauchscheins einen zweitägigen Theorie-Kurs an, der aus Unterricht, Tauchtrainig im Pool und einem (einfachen) Abschlusstest besteht. Für die nächsten drei Tage (zwei Nächte) geht es auf ein Schiff, von wo aus jeden Tag an verschiedenen Stellen des Riffs getaucht werden kann. So kommt man insgesamt auf ca. sieben bis neun Tauchgänge im Meer.
Das Great Barrier Reef ist definitiv sehr fischreich und vielfältig und man kann mit wenig Glück eine Meeresschildkröte, Rochen oder Riffhaie sehen. Allerdings hat der mehrtägige Aufenthalt auf dem Schiff auch seine Nachteile: Dass Seekranke keinen Spaß an der Reise haben ist klar, aber auch das immer nasse Schiffsdeck mit einem typischen Geruch nach Taucheranzügen und Equipment lässt den einen oder anderen Magenprobleme bekommen. Die ersten Tauchgänge des Tages können schon um sechs Uhr Morgens sein, wenn das Anziehen des noch nassen und kalten Taucheranzugs wirklich keine Freude bereitet. Obwohl es sich um den tropischen Pazifik handelt, wird es nach einer Weile kalt im Wasser und vor allem das weibliche Geschlecht fängt bald an, zu zittern. Und schon ein recht kleiner Wellengang kann das Schlafen nachts sehr ungemütlich machen und anfangs Gesunde in Opfer der Seekrankheit verwandeln…
Allerdings können sich die meisten Leute mit diesen kleinen Nachteilen sehr gut arrangieren und finden das Tauchen am Great Barrier Reef immer wieder schön.
Ich empfehle trotzdem dringend, dass unerfahrene Leute nicht gleich einen Taucherschein machen sondern erst einmal ein oder zwei kostengünstigere Schnupper-Tauchgänge ausprobieren sollten, bevor sie am Ende enttäuscht sind. Ich persönlich habe mich während des dreitägigen Aufenthaltes auf dem Schiff zunehmend unwohl gefühlt und bin davon überzeugt, dass man beim Schnorcheln mindestens genau so viele schöne Dinge sieht wie beim richtigen Tauchen, weil die Farben in geringerer Wassertiefe viel deutlicher hervortreten und ich beim Schnorcheln mehr Tiere gesehen habe als bei allen Tauchgängen zusammen.
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Kategorien: Nicht kategorisiertSende Feedback » •Nach zwei Wochen in Cairns und ein paar hundert Dollar Übernachtungskosten für das Hostel wollten wir endlich ein Auto haben. Anfänglich wollten wir unbedingt einen 4 Wheel Drive kaufen, also einen Jeep. Aber nach einer Weile (und nach ein paar Gesprächen mit anderen Backpackern) haben wir uns dann doch für einen Van entschieden. Man hat mit einem Jeep zwar die Möglichkeit, alle Strassen zu befahren (auch die sogenannten Dirt Roads, die eben nicht geteert sind und die man ohne Allradantrieb nicht befahren sollte) – aber man hat auch sehr viel weniger Platz. Da wir das Auto für ein ganzes Jahr als unser Heim (inklusive Bett) nutzen wollten, hat am Ende das Platz-Argument gesiegt.
Wer allerdings auf jeden Fall mitten ins Outback oder – noch wichtiger – in den tropischen Norden abseits der konventionellen Strassen fahren will, der muss sich schon einen 4 wd zulegen. Für kurze Trips ist aber auch ein gemieteter Wagen mit Allradantrieb ausreichend.
Zurück zum Thema: Wir haben fast eine Woche vergeblich nach einem Van gesucht, weil die Angebote in Cairns sehr, sehr rar sind, und wenn dann ein Guter zum Verkauf angeboten wurde, war der innerhalb von MINUTEN verkauft! (Tipp am Rande: Wer sein Auto ca. um August herum oder früher loswerden will, sollte nach Carins gehen. Dort kriegt man locker 1.000 Dollar mehr für das Auto, als man in Brisbane oder Sydney bekommen würde!)
Ich persönlich wollte ja nie einen Wagen kaufen, der älter ist als ein 95er Baujahr… aber nachdem ein Kumpel von der einfachen Reparatur und dem Fehlen störender elektronischer Schnickschnacks in alten Autos geschwärmt hat, habe ich mich breitschlagen lassen und wir haben einen Toyota Hiace mit Pop Top von 1980 gekauft. Das war ein Fehler.
Na ja, eigentlich bestand unser grosser Fehler darin, dass wir das road worthy certificate nicht richtig gecheckt haben: Das ist so eine Art technischer Sicherheitscheck (wie der Tüv in Deutschland), ohne den das Auto nicht auf einen neuen Besitzer umgemeldet werden kann. Wenn Jemand sein in Queensland angemeldetes Auto verkaufen will, MUSS er dem Käufer einen pink slip (road worthy certificate) übergeben, der nicht älter als zwei Monate sein darf. (In anderen Staaten Australiens ist das zum Teil anders – ich kann nur über die Bestimmungen in Queensland berichten. So muss in New South Wales beispielsweise jedes Jahr ein road worthy gemacht werden, dafür muss beim Verkauf aber keines vorliegen). And guess what, UNSER pink slip, den wir von den „netten“ Verkäufern bekommen haben, war älter als zwei Monate. Ich habe das sogar noch vor der Geldübergabe gemerkt, aber der … Kerl hat mir ins Gesicht gelogen und behauptet: „Och, das ist schon ok, wir haben das gestern im Internet nachgeschaut... ihr habt noch zwei Wochen, um das Auto auf euch umzumelden.“
An dieser Stelle hätten wir sofort zögern müssen, aber da wir uns auch nicht hundertprozentig auskannten, haben wir den Typen einfach vertraut. Sie schienen ja auch nett und ehrlich zu sein!
Also haben wir denen das Geld gegeben, die sind sofort über alle Berge, und am nächsten Tag haben wir dann versucht, das Auto beim „Transport Office“ (Verkehrsamt) auf unseren Namen umzumelden. Wenn man das nicht tut, ist man auf der Strasse nicht versichert, und obwohl viele Backpacker einfach auf dem Namen der Vor- oder Vorvorbesitzer fahren, ist das für einen längeren Australienaufenthalt nicht empfehlenswert. Wenn dann doch mal ein Unfall passiert, muss man alles aus eigener Tasche zahlen, und ausserdem ist es illegal.
Die Frau in dem Transport Office hat uns dann gesagt, dass man ein Original des raod worthy benötigt, und nicht so eine olle Kopie wie wir sie hatten. Nach weiterer Recherche haben wir dann gemerkt, dass es sowieso nicht mehr gültig war, da es aleter als zwei Monate gewesen ist.Aaaalso mussten wir versuchen, selbst ein road worthy zu bekommen. Einige Autowerkstätten können den dafür nötigen Check am Auto durchführen, und die geben einem dann eine Liste mit den Dingen, die repariert werden mssen, bevor das Auto den Test besteht. Und unsere Liste war lang…
Das grösste Problem war der Rost, dessen Beseitigung wohl mehrere tausend Dollar gekostet hätte. Super… Nachdem wir den Betrug mit dem ungültigen road worthy bemerkt hatten, war mir ja schon klar, dass das Auto nicht tip top in Ordnung sein wird, aber mehrere tausend Dollar wollten wir echt nicht ausgeben.
Unsere letzte Hoffnung: Zu der Werkstatt ins 400 km entfernte Townsville fahren, wo unser offensichtlicher Schrotthaufen vor erst drei Monaten ein road worthy certificate bekommen hatte! Vielleicht würde der Typ ja einfach eine Unterschrift setzen, ohne den Van noch mal genauer unter die Lupe zu nehmen…
Auf dem Weg nach Townsville haben wir in Mission Beach (übrigens sehr schön da) zwischenübernachtet, und einen Australier von 54 Jahren getroffen, der was von Autos verstand und Mitleid mit uns hatte… Er hat uns angeboten, den Rost für uns zu beseitigen (und damit das teuerste Problem zu beheben). Wir haben seine Hilfe überglücklich angenommen und er hat innerhalb von drei Tagen alle Dinge repariert, die der Mechaniker in Cairns auf die to-do-Liste gesetzt hatte.
Trotzdem kam der Wagen nicht durch… der Mechaniker wollte nicht, dass der Rost nur ausgebessert, sondern komplett durch neue Metallplatten ersetzt wurde.
Toll, kein road worthy für uns!
Nach diesen Tagen der Deprimierung wollten wir das Auto einfach nur noch loswerden. Was also tun, wenn man das Auto nicht selbst reparieren und behalten will? An andere Idioten verkaufen!Zum Glück haben wir ein paar arme Backpacker gefunden, die uns das Auto tatsächlich abgekauft haben. Wir haben unseren Kaufpreis von (unglaublichen) 5.000 $ AD (ca. 3.000 €) wiederbekommen, aber wir haben weitere 800 $ AD für die Reparaturarbeiten verplempert. Egal, es hätte echt schlimmer kommen können.
An dem Auto waren im Endeffekt noch zahlreiche Kleinigkeiten, eine Halterung, die den Motor am Platz hält (alles ist verloren, wenn das reisst) und der Kühler kaputt. Wir haben den neuen Kaufern allerdings nur vom Kühler erzählt… Ja, grausam, aber hey, wir haben schon 800 $AD ins Auto gesteckt! Wenn jeder ein bisschen was bezahlt, ist das Auto bald wieder fit.
Scherz beseite, ihr müsst UNBEDINGT sicher gehen, dass
- das road worthy, das euch beim Autokauf gegeben wird, noch gültig ist
- Der momentane Besitzer auch wirklich der offizielle Autobesitzer ist (Führerschein mit den Papieren vergleichen)
- Keine offenen Rechnungen auf dem Auto lasten (die werden einfach an euch mitverkauft, und dann müsst ihr das bezahlen. Man kann gegen eine Gebühr telefonisch heruasfinden, ob so etwas vorliegt oder nicht)Ich bin ja echt kein Automechaniker, aber es gibt ein paar Dinge, die jeder Laie selbst testen kann:
- Ein herzhafter Tritt gegen die Räder sollte diese nicht erschüttern
- Das Reifenprofil muss tief genug sein; ansonsten würde ich darauf bestehen, dass die Reifen vor dem Kauf noch erneuert werden oder der Preis für die neuen Reifen (etwa 100 $AD pro Rad) vom Kaufpreis abgeschlagen wird
- Keine rostigen Achsen, und unter dem Auto sollten keine Öl- oder Flüssigkeitstropfen hängen. Wenn das doch der Fall ist, sollte man das in einer Werkstatt checken lassen
- Bei älteren Autos wäre es ideal, einen Regentag zu erwischen… da kann einiges lecken, und ein nasses Bett ist nicht schön!
- Im Motor: Ölstand und Kühlflüssigkeit checken (wenn da zu wenig drin ist, kann das ein Zeichen für ein Leck oder Motorprobleme sein)
- Bei der Testfahrt auch den Rückwärtsgang ausprobieren
- Gucken, ob alle Lichter funktionieren
- Es sollte kein blauer oder weisser Qualm in Unmaßen aus dem Auspuff kommen…
- Kein tiefgehender Rost!!! Oberflächenrost ist okay.Ich hoffe wirklich, dass ich dem einen oder anderen da draußen helfen konnte, keinen Fehler zu begehen! Ihr dürft euch wirklich nicht scheuen, diese paar Formalitäten (road worthy, Führerschein mit Papieren vergleichen, Kaufvertag ordentlich aufsetzen, Papiere für die letzte Registrierung geben lassen) einzuhalten, auch wenns einem dumm vorkommt, wenn man vor ein paar nett aussehenden Backpackern steht.
Um alles genau richtig zu machen, kann man am besten vorher mal beim Transport Office nachfragen, was man für die Ummeldung eines Autos genau braucht.
Vorsicht ist die Mutter der glücklichen Autobesitzer
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Kategorien: Nicht kategorisiertSende Feedback » •„Man muss seinen Flug nach Australien mindestens drei bis sechs Monate vor der geplanten Abreise buchen“… Das ist es, was jeder Freund und jedes Reisebüro, sogar jede Website einem rät. Normalerweise stimmt es wohl auch, dass die Flugpreise immer weiter ansteigen, je näher der Tag des Abfluges rückt.
Ich wollte im August 2009 für ein Jahr nach Australien fliegen, also habe ich schon im Februar nach den billigsten Flügen im Internet recherchiert. In meinem Fall konnte keine Billigflug-Suchmaschine einen günstigeren Flug anbieten als die größte Fluggesellschaft Australiens selbst: Qantas. Auch die anderen Anbieter wie Emirates, Malaysia Airlines, Singapore Airlines etc. konnten die Preise von Qantas nicht toppen.
Wahrscheinlich befinden sich alle Backpacker bei der Reiseplanung in demselben Dilemma: Ist es billiger, gleich Hin- und Rückflug zu buchen oder erstmal nur ein One Way Ticket zu bestellen? Oder soll ich vielleicht auf so ein supergünstiges Angebot warten?
Der Nachteil beim Return Ticket (Hin- und Rückflug) ist, dass man generell nicht mehr als maximal 12 Monate in die Zukunft buchen kann. Wenn man also ein halbes Jahr vor Abflug = eineinhalb Jahre vor dem Rückflug (bei einem einjährigen Aufenthalt) bucht, muss man den Rückflug „imaginär“ mitten im Aufenthaltsjahr buchen, und ihn nach einem halben Jahr wieder verschieben. Das Verschieben oder Umbuchen von Flügen kostet Geld. Qantas berechnet dafür eine Gebühr von 100 € (Stornieren kostet 200 €).Bei den hohen Flugpreisen macht das meiner Meinung nach auch keinen Unterschied mehr. Allerdings müssen an dem Termin, auf den man den Rückflug später verschieben möchte, noch Flüge in derselben Preisklasse verfügbar sein – das heißt wenn man Pech hat, sind alle billigen Flüge für den Wunschtermin schon ausverkauft und man muss die Differenz oben drauf zahlen. Aber da man sowieso ungefähr ein halbes Jahr vor dem Flug umbucht, sollten die billigen Flüge eigentlich noch vorhanden sein.
Nachteil der One Way Tickets ist ganz klar, dass man teurer wegkommt. Und die Angebote, von denen jeder schwärmt, sind meistens Return Tickets, die aber nur drei Monate gültig sind. Nichts für Backpacker, die ein Jahr in Australien verbringen wollen…
Angesichts des etwas günstigeren Preises gegenüber One Way Tickets habe ich mich für ein Return Ticket entschieden. Außerdem ist dann der Rückflug schon bezahlt (abgesehen von der Umbuchungsgebühr von 100 €), und man weiß ja nie, wie viel Geld man am Ende so eines Jahres noch übrig hat... so muss man wenigstens nicht um den Rückflug zittern. Ich habe den Rückflugtermin einfach soweit es ging in die Zukunft gelegt, und jetzt muss ich eben im Januar in einem Qantas Büro in Australien umbuchen. Kein Problem, hoffe ich.
Aus Neugier habe ich zwei Monate vor dem Abflug noch mal die momentanen Flugpreise von Qantas nachgelesen, und ich hätte mir echt in den Allerwertesten beißen können: Statt 1200 € nur noch 880 € für Hin- und Rückflug!! Wie kann das denn sein?? Ich dachte sofort, alle haben mich angelogen und die Preise steigen nicht mit der Zeit, sondern sinken!?
Nein, nein… die Antwort heißt: Weltwirtschaftskrise und „Sales“-Flüge.
Die „Sales“ Angebote sind erst ein oder zwei Monate vor dem Flug überhaupt vorhanden: Wenn man bei Qantas unten auf der Homepage einfach mal Hin- und Rückflugdatum eingibt und „flexible Reisedaten“ wählt, wird einem eine Tabelle angezeigt. Dort den billigsten Hin- und Rückflug wählen, weiter gehen und dann sieht man in einer weiteren Auflistung den Unterschied zwischen „Semiflex“ und „Sales“ Flügen. Semiflex ist der Standardpreis, der z.B: sechs Monate vor Flug angezeigt wird. Erst kurz vor dem Flugtermin gibt es auch „Sales“ Angebote, und diese waren 2009 wegen der Weltwirtschaftskrise extrem zahlreich vorhanden. Aber Vorsicht: Im Gegensatz zu den „Semiflex“ Flügen kann man „Sales“ Flüge NICHT STORNIEREN und auch nicht auf einen anderen Namen übertragen. Umbuchen ist aber möglich, sodass man getrost einen Rückflug schon vorher buchen kann, auch wenn man ihn in Australien noch mal verschieben muss.Am allergünstigsten kommt man also weg, wenn man erst kurz vor Abflug bucht und ein „Sales“ Angebot (bei Qantas) erwischt. Dann ist sogar der Rückflug schon in einem akzeptablen Zeitraum buchbar (sodass man knapp ein Jahr in Australien bleiben kann) und man spart sich die Umbuchungsgebühr von 100 €. Allerdings ist nicht garantiert, dass noch so viele Plätze kurz vor Abflug frei sind und es auch wirklich „Sales“ Angebote gibt! Das muss man selbst einschätzen, indem man immer wieder die Flugpreise online checkt und beobachtet, wie viele „Sales“ Angebote es im Moment gibt (einfach ein Datum von nächster Woche oder nächstem Monat eingeben und gucken, ob es „Sales“ Angebote in Hülle und Fülle gibt oder nicht).
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Kategorien: Nicht kategorisiertSende Feedback » •Ich habe ca. 3 Wochen zusammen mit meinem Freund in Cairns, im tropischen Norden der Ostküste Australiens verbracht. Es ist gerade Frühling in Australien und der Sommer liegt noch vor uns – der äußert sich hier allerdings nicht nur mit Sonne und Hitze, sondern auch mit viel, viel Regen. Cairns liegt so nahe am Äquator, dass die Temperaturen eigentlich nie tief sinken (von Sommer und Winter kann man kaum sprechen), dafür gibt es eine Dry- und eine Wet Season. In der Regenzeit (ca. Oktober/November bis Februar/März) regnet es heftig, nicht den ganzen Tag, aber es ist außerdem schwül und heiß. Das habe ich nur vom Hören-Sagen und ich wollte es lieber nicht selbst erleben. Wir wollten da eigentlich bald wieder weg, und unseren Trip Richtung Süden beginnen.
Cairns selbst ist eine nicht sehr große Stadt mit einer etwas touristischen Atmosphäre in der Innenstadt. Von den zahlreichen Backpacker Hostels aus kommt man zu Fuß oder mit dem Shuttle Service des Hostels ins Zentrum, wo es viele kleine Souvenir Läden, Bars, Cafés und Reisezentren gibt – aber keinen Strand. Um an einen schönen Strand zu kommen, fährt man am besten mit dem öffentlichen Bus (wenn man kein Auto besitzt) an einen der Strände nördlich von Cairns: Wir waren am Trinity Beach, der echt empfehlenswert ist! Superschön und nicht sehr viele Menschen dort. Es dauert ca. 40 Minuten, um dorthin zu fahren, und die anderen Strände sind zum Teil noch weiter entfernt, aber sicher auch sehr schön.
In Cairns selbst hält sich die Mehrheit der Backpacker nicht länger als 2 Wochen auf, weil es nach einer Weile einfach ein bisschen langweilig wird … Man kann aber sehr gut Touren zu hübschen kleinen Inseln, dem Riff oder anderen Sehenswürdigkeiten buchen. Außerdem ist Cairns die Hochburg des Tauchens. Das Great Barrier Reef soll hier besonders sehenswert sein, und die Preise für Touren und Tauchscheine sind angeblich viel günstiger als weiter südlich, wo es nicht so viele Tachschulen und weniger preisliche Konkurrenz gibt.
Wir haben gleich in den ersten Tagen ein Auto gemietet und uns zwei schöne Gegenden hier in der Nähe angesehen: Den Daintree Rainforest National Park und die Atherton Tablelands. Der Daintrer Rainforest ist ein sehr altes Regenwaldschutzgebiet und zeigt ungefähr, wie die Vegetation hier im Norden ursprünglich ausgesehen hat: Üppiges Grün, das aus vielen großen Bäumen, Aufsitzerpflanzen und Farnen besteht. Das Gebiet ist nur über eine Autofähre zu erreichen und man muss beim Wandern auf vorgegebenen Pfaden bleiben. So verringert man leider die Chance, ein seltenes Tier zu Gesicht zu bekommen, weil diese vor den lautstarken Touristen-Pfaden natürlich Abstand halten – aber man muss den Regenwald natürlich auch vor trampelnden Touristengruppen schützen (und manche Leute davor, im Wald verloren zu gehen).
Wir haben die ganze Zeit nach Tieren Ausschau gehalten, aber nichts gesehen… Bis wir schon wieder auf dem Rückweg waren und uns ein Cassowary, ein seltener Riesenvogel mit buntem Kopf, fast vor das Auto gelaufen ist
Ansonsten haben wir nur eine kleine Gottesanbeterin gefunden (für Europäer spannend, für Australier gähnend langweilig), aber leider kein Krokodil gesehen… Dafür muss man wahrscheinlich ziemlich viel Glück haben oder an den richtigen Stellen suchen.Die Atherton Tablelands:
Die Atherton Tablelands liegen westlich von Cairns und laufen in das Landesinnere hinein. Auch hier war wohl einmal alles von Regenwald bedeckt, aber heute ist die Landschaft traurigerweise fast nur noch von Grasflächen und ein paar Bäumen bedeckt. An ein paar Stellen jedoch ragen, ganz plötzlich und scheinbar übergangslos, Flecken von Regenwald in die Landschaft hinein. Hier gibt es fast immer einen Wasserfall zu bewundern, der seine Wassermassen in einen kühlen See fallen lässt. Am besten stattet man sich vor Touren in solche Gegenden immer mit Landkarten aus (die gibt es an jeder Information und den meisten Cafés in der Gegend), damit man die tollen Wasserfälle gezielt ansteuern kann. Wer die Atherton Tablelands von Norden nach Süden aus befährt, wird feststellen, dass tatsächlich jeder Wasserfall, den man auf dem Weg besucht, buchstäblich „schöner ist als der andere“. Wir haben die Tablelands von Norden nach Süden befahren und haben von einem lächerlich kleinen, künstlich betonierten Becken mit Mini-Wasserfall bis zu dem echt schönen, „Millaa Millaa“ Wasserfall alle gesehen. Wer von Süden nach Norden fährt, muss nach einer Weile ziemlich enttäuscht sein.
Sicher sind diese Wasserfälle, obwohl zwei oder drei meiner Meinung nach echt wunderschön und groß sind, nichts gegen die echten Giganten Australiens, die ich hoffentlich später noch zu Gesicht bekommen werde… Aber eine Tour hierhin lohnt sich auf jeden Fall, schon allein der Abwechslung halber.
Ein Franzose, den wir in Cairns kennen gelernt haben, fährt demnächst nach Cape York. Das ist die nördlichste und tropischste Spitze Australiens und man kann dort nur mit einem 4wd Jeep herumfahren. Dort gibt’s keine hübsch geteerten Landstraßen, sondern zum Teil schlammgefüllte Wasserlöcher und felsige Bäche, durch die man durchfahren muss!
Leider kommen wir nicht dazu, dorthin zu fahren… Wir hatten Pech mit unserem Autokauf (dazu schreibe ich demnächst noch was) und müssen Richtung Süden fahren. Aber ich denke, Cape York (welches als eines der vom Menschen unberührtesten Wildgebiete der Welt gilt) ist ein paar Tage oder eine Woche Besuch wert!
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Kategorien: Nicht kategorisiertSende Feedback » •In einem fremden Land leben und arbeiten, viele Menschen pflegen genau diesen Traum. Doch wie umsetzen, ohne auf die Nase zu fliegen. Das ist hier die Frage. Wenn man so etwas vorhat, sollte man einen Plan erstellen. Wie viel Geld hab ich in der Tasche, wie gut sind meine Sprachkenntnisse und habe ich überhaupt Chancen auf einen Job? Erst wenn man die paar Punkte mal für sich selbst realisiert hat, kann man weiter denken. Ohne Bares nichts wahres. Gerade am Anfang, muss das Ersparte her halten. Deswegen ist es wichtig, dass man sich immer wieder was zur Seite legt. Auch wenn man ein Jobangebot bekommt, sicher ist nie etwas. Deswegen sollte man zu mindestens die ersten Monate ohne Einkommen durchkommen. Aber man kann auch nach Australien reisen. Man muss ja nicht gleich auswandern. Ein paar Monate durchs Land ziehen und schauen, wie man durchkommt. Entscheiden kann man später ja immer noch.
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